Pressemeldung
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Pressemeldungen erhöht Aufmerksamkeit
Bei passendem Einsatz kann eine gute Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. Wenn Sie Pressearbeit ernsthaft und nachhaltig betreiben, dann bleibt Ihr Unternehmen im Gespräch. Noch immer unterschätzen viele Unternehmen die Bedeutung und die Chancen eines eigenen Pressebereichs. Die Arbeit ist mühselig, zahlt sich aber langfristig als Mittel zur Kundenbindung aus und liefert einen Beitrag zum gewünschten Gesamterfolg.
Natürlich weisen Sie möglichst unaufdringlich auf Unternehmens- und/oder Produktinformationen hin. Verwechseln Sie deshalb eine Pressemitteilung niemals mit Werbebotschaften, sondern achten Sie auf qualitativen, nützlichen und hochwertigen Inhalt. Halten Sie sich beim Schreiben von Pressetexten an gewisse Grundregeln:
- Text: Wer hat was, wann, wo, wie, warum/wozu getan (die 6 Ws)?
- Lead: Schreiben Sie komprimiert im ersten Absatz die ganze Story.
- Nutzen: Klären Sie zu Beginn, welchen Nutzen der Anwender hat.
- Umfang: Beschränken Sie Aussendungen auf maximal 3.000 Zeichen.
- Textgliederung: Gliedern Sie den Text nach abnehmender Wichtigkeit.
- Absatzgliederung: Trennen Sie Absätze nur durch eine Leerzeile.
- Textverarbeitung: Schalten Sie Blocksatz und Silbentrennung aus.
- Internet-Adresse: Verwenden Sie die komplette URL mit http://.
- Zusatzinformationen: Speichern Sie ergänzende Inhalte auf Ihrer Site.
- Ansprechpartner: Nennen Sie einen verantwortlichen Mitarbeiter.
Praxis-Tipp: Inhaltliche Kriterien für Pressetitel
Das Wichtigste an der gesamten Pressemitteilung ist der Titel. Anhand dessen entscheidet sich, ob der Text gelesen wird oder aber im Papierkorb landet. Sie müssen deshalb gleich auf den Punkt kommen und den Leser fesseln. Für den Haupt- und Untertitel und auch teilweise für den Pressetext gelten folgende Rahmenbedingungen:
- Kurz und prägnant: Verwenden Sie maximal 60 Zeichen.
- Konkrete Aussage: „Vermitteln Sie Fülle, nicht die Hülle“.
- Keine Formate: Vermeiden Sie Formatierungen und Auszeichnungen.
- Aktiv formulieren: Gestalten Sie mit Verben den Titel lebendiger.
- Interpunktion: Verzichten Sie auf jegliches Satzzeichen im Titel.
- Untertitel: Wiederholen Sie keine im Titel vorkommenden Wörter.
- Aktuelle Inhalte: Schreiben Sie im Präsens – „ist …“ (nicht wurde).
- Anrede: Verwenden Sie keine persönliche Anrede im Titel und Text.
Mit viel Eigeninitiative können Sie sich selbstverständlich einen eigenen Presseverteiler aufbauen. Ein solcher Verteiler ist allerdings nur sinnvoll, wenn die Texte bei den jeweils richtigen Redakteuren landen. Recherchieren Sie deren Kontaktdaten am besten auf telefonischem Wege, sonst besteht kaum eine Chance, in die Zeitung/Zeitschrift oder das Online-Magazin zu gelangen. Achten Sie darauf, den Presseverteiler durch den Einsatz des BCC-Feldes der Mail geheim zu halten, damit nicht gleich jeder Redakteur sieht, an wen Sie Ihre Meldung noch schicken. Ganz einfach ist es sicher nicht, eine vernünftige Liste mit relevanten Medien für die Öffentlichkeitsarbeit zusammenzustellen. Orientieren Sie sich bei Ihrer Suche auf jeden Fall immer am Leser. Stellen Sie fest, für wen Ihre Meldung interessant sein könnte. So kreisen Sie die möglichen Medien enger ein. Für Presseaussendungen im großen Stil lohnt sich der Aufwand nicht, einen eigenen Presseverteiler aufzubauen. Greifen Sie hier besser auf Nachschlagewerke, Presseportale und Pressedienste mit einem umfassenden Pool an Redaktionsadressen zurück.
Starten Sie anfangs regional begrenzt mit Ihrer Pressearbeit. Nerven Sie allerdings nicht mit irrelevanten Meldungen, denn dann ignoriert Sie die Presse recht schnell. Greifen Sie für die lokale Pressearbeit am besten auf ein bis zwei gute Redaktionskontakte zurück, Sie bewirken alleine schon sehr viel, wenn Sie diese haben. Je nach Größenordnung lohnt es sich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, überregionale Tageszeitungen oder Magazine anzuschreiben. Nach und nach entsteht so ein Pool an Journalisten, die sich für Ihre Pressemitteilungen tatsächlich interessieren und diese gelegentlich in den Print- oder Online-Medien veröffentlichen. Geeignete Redakteure finden Sie beispielsweise hier:
- Fachzeitschriften: Speziell auf das angesprochene Fachpublikum ausgerichtete Fakten, die gezielt die Leserschaft ansprechen.
- Radiosender: Spannende Meldungen aus der Region mit hohem Nutz- oder Unterhaltungswert für die lokale Zielgruppe des Senders.
- Stadtmagazine: Mitteilungen mit regionalem Schwerpunkt für die sehr konkrete Zielgruppe des Magazins.
- Tageszeitungen (lokal): Meldungen und Geschichten aus der Region, die für die lokale Bevölkerung von besonderem Interesse sind.
- Wirtschaftszeitungen: Überwiegend Meldungen mit wirtschaftlichem Hintergrund: Innovationen, Kooperationen und Außergewöhnliches.
