Informationspflicht
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2.2.4 Informationspflichten
Impressum
Backend: „CMS › Seiten verwalten“ (CMS › Manage Pages)
Wie schon am Anfang der Magento-Konfiguration gezeigt, lassen sich mit dem integrierten CMS-System beliebige Seiten erstellen. Mit der Integration eines WYSIWYG-fähigen HTML-Editors wird die Pflege des Contents noch bequemer. Allerdings gab es beim Testen einige Probleme mit den statischen Blöcken, die den HTML-Quellcode zerschossen. So das wir uns entschlossen, den Editor für die Blöcke zu deaktivieren.
Für das Impressum legen Sie im ersten Schritt eine neue CMS-Seite an, und im zweiten Schritt bauen Sie im Footer oder noch besser im Header einen Linkverweis auf die Seite mit dem Impressum ein. Die Footer Links finden Sie unter „CMS › Statische Blöcke“ (CMS › Static Blocks).
<ul>
<li><a href="{{store url=""}}[[Impressum]].html">[[Impressum]]</a></li>
<li><a href="{{store url=""}}versandkosten.html">Versandkosten</a></li>
<li><a href="{{store url=""}}kundenservice.html">Kundenservice</a></li>
<li><a href="{{store url=""}}datenschutz.html">Datenschutz</a></li>
<li class="last"><a href="{{store url=""}}agb.html">AGB</a></li>
</ul>
Listing 2.12: Statischer Block für Anzeige rechtlicher Seiten
Leider bietet dieses Buch kein eigenes Kapitel zum wichtigen Thema Online-Recht. Trotzdem finden Sie hier einige Anhaltspunkte zu den Informationen, die Sie online auf der Seite Impressum platzieren müssen. Für ein rechtssicheres Impressum bemühen Sie am besten einen Webimpressums-Assisten, der Sie auf die wichtigsten Inhalte aufmerksam macht. Natürlich ist es empfehlenswerter, längere Textpassagen auf dem eigenen Rechner offline zu erstellen. Ist der Text fertig, fügen Sie ihn online im WYSIWYG-Editor ein. Verwenden Sie dafür einen simplen Texteditor, am besten mit Syntax-Highlightning, keinesfalls Microsoft Word oder Microsoft WordPad. Mit Word schleppen Sie ansonsten nur unnötig viele Formatierungen ein.
Privatsphäre und Datenschutz
Backend: „CMS › Seiten verwalten“ (CMS › Manage Pages)
Wie bereits erwähnt, müssen Sie als Shop-Anbieter Ihrer Sorgfaltspflicht gegenüber Ihren Kunden nachkommen. Das heißt, Sie müssen Kunden zu Beginn einer Bestellung über Art, Umfang und Zweck der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten unterrichten.
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Backend: „CMS › Seiten verwalten“ (CMS › Manage Pages)
Sie sind nicht gezwungen, Allgemeine Geschäftsbedingungen einzusetzen. Falls Sie doch welche einsetzen möchten, müssen Sie diese in den Bestellablauf einbeziehen. Standardmäßig ist diese Funktion noch nicht aktiv. Wie Sie dies erledigen, haben wir Ihnen bereits bei den Anpassungen an den deutschen Markt erläutert. Suchen Sie dazu die Überschrift: AGB einfügen und Checkboxen im Bestellablauf aktivieren.
Vergisst ein Kunde, den Haken zu setzen, um Ihre AGB zu akzeptieren, kann er seinen Bestellvorgang nicht korrekt fortführen. Es öffnet sich ein Popup-Fenster mit mit dem Wortlaut: „Bitte bestätigen Sie die AGB!“. Optisch nicht sehr schön, aber rechtlich ausreichend. Der Kunde muss also aktiv seine Kenntnisnahme signalisieren und den Haken setzen vor „Ich habe die Widerrufsbelehrung gelesen und akzeptiere die Allgemeinen Geschäfts- & Lieferbedingungen!“.
Kundeninformationen
Backend: „CMS › Seiten verwalten“ (CMS › Manage Pages)
Dem Kunden muss schon bei der Artikelbeschreibung mitgeteilt werden, dass zusätzlich zum Warenwert Versandkosten anfallen. Diese Kosten hängen von der Menge der bestellten Ware (Gewicht oder Warenwert) und der Versandart ab. Sie müssen dem Kunden vor Abgabe einer verbindlichen Bestellung diese Informationen mitteilen.
Deshalb ist es erforderlich, in der Nähe des Produktpreises einen Link zu den „Liefer- und Versandkosten“ einzubinden. Dieser führt zu einer ausführlichen Aufstellung der Versandkosten, z. B. in tabellarischer Form. Momentan ist dieser Link in einer Standard-Installation noch nicht enthalten. Wie Sie dies ändern, lesen Sie wiederum bei den Anpassungen an den deutschen Markt: Hinweistexte anzeigen: „inkl. USt.“ und „zzgl. Versandkosten“.
Kundenbelehrung bzw. Widerrufsrecht
Backend: „Verkäufe › Bestellbedingungen › Allgemeine Geschäftsbedingungen“ (Sales › Terms and conditions › Manage Checkout Terms and Conditions)
Ihr Kunde hat vor Vertragsschluss allerhand zu lesen, dazu gehört auch die Widerrufsbelehrung. Der Text muss frei zugänglich im Online-Shop liegen. Am besten nehmen Sie die Kundenbelehrung in Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf, dann schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits findet der Kunde diese in Ihrem Shop und zudem lässt sich der Inhalt leicht während des Bestellvorgangs anzeigen. Der Kunde muss vor dem Ende des Bestellvorgangs noch bestätigen, dass er die Belehrung und die AGB gelesen hat. Wenn die Kundenbelehrung erst in der Bestellmail erfolgt oder der Rechnung beiliegt, verlängert sich die Widerrufsfrist auf einen Monat (anstatt zwei Wochen). Bekommt ein Endverbraucher gar keinen Hinweis, ist der Widerruf bis auf unbestimmte Zeit gültig.
Desweiteren sollten Sie daran denken, dass Sie die AGB auch zum Herunterladen im PDF-Format anbieten müssen. Besonders informativ und kundenfreundlich ist die Lösung, wenn man bei der Bestellbestätigung zusätzlich gleich noch die AGB als PDF-Anhang mitsendet.

