Google AdWords
Aus ShopleiterWiki
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5.2 Produkt-Marketing und Shopanalyse-Tools
Wollen Sie Ihre Anzahl an Besuchern erhöhen? Dazu gibt es gute Angebote bei Google und anderen Produktsuchmaschinen, welche Sie mit unseren folgenden Anleitungen für Ihren Shop nutzen und somit mehr User auf Ihren Shop lenken. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, was Sie tun müssen, um die Dienste Google AdWords und Kelkoo in Ihren Shop einzubauen. Wichtig dabei ist auch Ihren Besucherstrom und Zugriffszahlen im Auge zu behalten und zu analysieren. Mit den neu gewonnenen Erkenntnissen passen Sie Ihren Shop besser an das Nutzerverhalten an und steigern Ihren Umsatz. Leider führen das Pflichtprogramm Webanalyse bisher nur ein Drittel der Shopbenutzer durch, 38% planen dies jedoch zukünftig. Zwei ausgewählte Analysetools stellen wir Ihnen vor: das kostenlose Google-Analytic Tool und eTracker.
5.2.1 Google-Dienst AdWords im Einsatz
Das Hauptziel ist es, genau die Internet-Nutzer auf Ihre Website zu locken, die gerade in diesem Moment in der Suchmaschine Google oder bei AdSense-Werbepartnern (Werbenetzwerk) nach einem bestimmten Produkt oder einer bestimmten Dienstleistung suchen. Mit Google AdWords erstellen und bearbeiten Sie Ihre eigenen Werbekampagnen im Internet. Innerhalb weniger Minuten stehen Ihre Werbeanzeigen online. So bewerben Sie professionell die eigenen Produkte und Dienstleistungen. Die Vorteile von Google Adwords sind:
- Sie sprechen gezielt neue Zielgruppen bei Google und im angehörigen Werbenetzwerk an.
- Sie selbst kontrollieren die Anzeigenschaltung und legen Tagesbudgets fest.
- Sie messen den Erfolg, da Sie nur zahlen, falls Nutzer auf Ihre Anzeigen klicken.
Das bedeutet für Sie im Klartext: Jeder investierte Euro Ihres Budgets fließt in die Gewinnung von Neukunden. Google AdWords ist somit das ideale Marketing-Tool für kleine und mittlere Unternehmen. Es fällt weder ein monatlicher Mindestumsatz an noch gibt es eine zeitliche Verpflichtung. Der Start Ihres Kontos in Deutschland kostet lediglich eine geringe Kontoaktivierungsgebühr in Höhe von 5 € (Stand: 12/2008). Eine Mindestzahlung in Höhe von 10 € ist nur zu zahlen, falls Sie das Geld per Vorauszahlung überweisen. Sinnvollerweise erledigen Sie daher die Zahlungen für Ihr laufendes Werbebudget per Kreditkarte oder Bankeinzug. Im Gegenzug liefert Ihnen das Google AdWords-Konto dafür jede Menge interessanter Features:
- Preis-pro-Klick: Sie zahlen nur pro Klick auf Ihre selbst erstellte Anzeige.
- Kosten pro Werbemitteleinblendung (Cost-per-Impression): Sie zahlen pro Werbeeinblendung auf bestimmten Content-Sites.
- Tagesbudget: Sie bestimmen, wie viel Geld Sie pro Tag ausgeben möchten.
- Anzeigenplanung: Sie schalten Anzeigen zu gewünschten Tagen oder Zeiten.
- Keyword-Tool: Sie generieren Keyword-Vorschläge für Ihre Werbekampagne.
- Detaillierte Berichte: Sie können die Effektivität Ihrer Werbeanzeigen jederzeit kontrollieren.
- Display-Anzeigen: erstellen Sie angepasste Display-Anzeigen mit eigenen Texten, Images und Logos für alle möglichen Placements im gesamten Content-Werbenetzwerk von Google - also nicht für die Suchseite von Google.
Der Erfolg des Werbeprogramms basiert auf dem Grundsatz, potenzielle Kunden so preiswert wie möglich auf Ihr Online-Angebot aufmerksam zu machen. Google liefert Ihnen mit AdWords ein Gratis-Tool, mit dem Sie vorab Kostenschätzungen vornehmen können, um die Preisfestsetzung für jedes einzelne Keyword Ihrer Kampagne zu kontrollieren. Eine umfassende Hilfe und die genaue Vorgehensweise finden Sie in den nächsten Abschnitten.
Mit der so genannten Konversionsrate messen Sie den Erfolg Ihrer Keyword-Klicks. Darunter versteht man das Verhältnis zwischen Klicks auf den Werbelink und den danach getätigten Aktionen, z. B. Produktkauf, Newsletter-Eintrag, Informationsanforderung, Kontaktaufnahme etc. Damit wird also gemessen, wie viele potenzielle Interessenten zu Kunden „konvertieren“. Wie Sie das praktisch umsetzen, lernen Sie im Teil Webanalyse-Tools. Nicht zu vergessen ist auch die Werbekosteneffizienz (WKE). Ein WKE-Wert von über 3,00 bedeutet, dass mit jedem bezahlten Euro mindestens drei Euro Umsatz erzielt wurden.
Wem wird Ihre AdWords-Kampagne angezeigt?
Ihre Werbeanzeige erscheint neben den Suchergebnissen in der Google-Suchmaschine. Am wichtigsten ist allerdings, dass Ihre Anzeigen nur den Nutzern gezeigt werden, die die Suchbegriffe eingegeben haben, die relevant für Ihre Werbekampagne sind. Sie geben dazu die Suchbegriffe für die jeweilige Kampagne selbst vor. Klickt ein Internet-Nutzer anschließend auf eine von Ihnen zuvor erstellte Anzeige, so gelangt er direkt zur Homepage Ihres Unternehmens oder auf eine spezielle Produktseite.
Ein Beispiel soll das Zusammenspiel verdeutlichen. Nehmen wir an, Sie haben mit Google AdWords eine Anzeige entworfen zum Thema „Fitness Ernährung“. Als Suchbegriff hinterlegen Sie dazu den Begriff „Fitness Ernährung“. Sucht nun ein Online-User bei Google nach den Wörtern „Fitness Ernährung“, erscheinen am rechten Bildschirmrand alle relevanten Anzeigen, die diesen Suchbegriff enthalten.
Für eine Google AdWords-Anzeige sind folgende Planungs- und Konfigurationsschritte erforderlich:
- Notieren Sie die besten Suchbegriffe aus der Onpage-Optimierung!
- Richten Sie eine AdWords-Kampagne ein!
- Erstellen Sie eine Google AdWords-Anzeige!
Notieren Sie die besten Suchbegriffe aus Onpage-Optimierung
Um eine neue Anzeige zu erstellen, verfassen Sie Ihren Anzeigentext und wählen dazu passende Keywords (Suchbegriffe) aus. Das sind die Wörter oder Begriffe, die sich auf Ihr Angebot der jeweiligen Website, bzw. Artikelseite beziehen. Versuchen Sie mit Hilfe von ausführlichen Tests die besten Keywords herauszufinden. Verwenden Sie zum Beispiel nicht einen Oberbegriff, wie „Fitnessartikel“, sondern einen gezielten Begriff, wie „Fitness Ernährung“. Hierbei hilft Ihnen das online verfügbare Keyword-Tool, mit dem Sie Keyword-Vorschläge für Ihre eigene Kampagne erhalten. Wie Sie dieses Tool verwenden erfahren Sie im Kapitel Onpage-Optimierung.
Praxis-Tipp: Nutzen Sie keine Markennamen in Google AdWords!
Laut einem österreichischen Urteil sind leider inzwischen Keywords für bezahlte Werbekampagnen verboten, die aus geschützten Markennamen bestehen. Dieses Urteil wird zwar erst in Österreich angewandt, doch man sollte vorsichtig sein und davon ausgehen, dass es zu einer ähnlichen Rechtssprechung in anderen Ländern kommen wird. Seien Sie also vorsichtig mit Markennamen und verwenden Sie solche nicht für Google AdWords.
Markenrechtliche Relevanz der Google Adwords Werbung
AdWords-Kampagne ganz einfach
Eine Google-AdWords-Kampagne einzurichten ist nicht schwer. Die erste Anlaufstelle für Neulinge ist der Anzeigen-Assistent unter adwords.google.de. Auf der Startseite klicken Sie auf den Button „Jetzt Starten“ und erstellen dort Ihre erste Anzeigenkampagnen. Jede Kampagne beinhaltet eine oder mehrere Anzeigengruppen, die wiederum eine oder mehrere Anzeigen enthalten, mit mehreren dazugehörigen Keywords. Neben Textanzeigen sind auch Bildanzeigen mit den üblichen Werbebannern möglich.
Über den Klickpreis steuern Sie die Position innerhalb der Werbeanzeigen, die das gleiche Keyword wie Sie nutzen. Der Höchstbieter gibt den Klickpreis vor! Also je höher die Mitbewerberdichte ist, desto höher ist auch der zu bezahlende Anzeigenpreis. Das theoretische Mindestgebot beginnt bei nur 5 ct., realistische Chancen zur Produktpräsentation und Klick-Erfolg entstehen wohl erst ab 15 ct. Je mehr Sie bereit sind zu bezahlen, desto weiter oben ist Ihre Anzeige gelistet. Dennoch zahlen Sie immer nur 1 ct. mehr als das nächst höhere Angebot. Wenn Sie also einen Höchstklickpreis von 25 ct. eintragen und Ihr Konkurrent bietet maximal 19 ct., so zahlen Sie letztendlich doch nur 20 ct. pro Klick. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Probieren Sie es selbst aus, dann klären sich manche Fragen von selber.
Erstellen Sie eine Google AdWords-Anzeige
Jetzt erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine Werbeanzeige erstellen:
- Wählen Sie zwischen der Starter- und der Standard-Edition!
- Legen Sie Name, Anzeigengruppe und die regionale Ausrichtung fest!
- Verfassen Sie den Werbetext für Ihre Anzeigen-Kampagne!
- Tragen Sie Ihre Keywords ein!
- Bestimmen Sie den Cost-per-Click (CPC) und das gültige Tagesbudget!
- Erstellen Sie ein neues Google AdWords-Konto für Werbezwecke!
Als absoluter Neuling im Online-Marketing empfiehlt sich die einfachere Starter-Edition. Werbekunden mit mehr Erfahrung wählen gleich die umfassendere Standard-Edition. Die Starter-Edition bietet einen vereinfachten Anmeldevorgang. Außerdem unterscheiden sich die beiden Editionen in den Statistiken und der Zielausrichtung sowie der Produktanzahl. Wir zeigen Ihnen ein Beispiel mit der Standard-Edition.
Haben Sie die weiteren Schritte zur Anmeldung erledigt, kann es losgehen. Im darauf folgenden Dialogfenster legen Sie den Kampagnen-Namen und Anzeigennamen fest. Sie geben vor, in welcher Sprache die Anzeigen erscheinen und in welcher Zielregion (Land, Stadt oder Region) Google Ihre Anzeigen schalten soll. Denken Sie dabei an Ihre Zielgruppe.
Im nächsten Schritt erstellen Sie die Anzeige selbst, also Anzeigentitel, Werbetexte und Ziel-URL für die Schaltung der Werbung.
Versuchen Sie aussagekräftige Texte als Werbebotschaft zu verpacken. Der Suchende soll sofort wissen, was Sie anbieten. Fordern Sie Ihn direkt auf etwas zu tun, wie „installieren und konfigurieren Sie schnell und einfach einen Shop“ anstatt „Shop-Installationsanleitung“. Wichtig! Heben Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal hervor. Was können Sie ihm bieten, was niemand sonst zu bieten hat? Nennen Sie die Vorteile Ihres Produktes und warum es einzigartig ist.
Zu Beginn des Kapitels haben Sie sich schon Gedanken gemacht zu den Keywords für Ihren Shop, die Sie nun auch für Ihre Anzeigen nutzen können. Diese tragen Sie im nächsten Schritt ein.
Im nächsten Schritt legen Sie den Höchstbetrag für den Klickpreis fest und bestimmen das Tagesbudget. Sie können hier sehr flexibel die Ausgaben vorgeben, falls gewünscht sogar von Tag zu Tag ändern. Wie schon erwähnt gibt es kein erforderliches Mindestbudget.
Folgende Sachverhalte sind für die Anzeigenschaltung erforderlich, bzw. beeinflussen die Besucherzahlen sowie die Kosten für Ihre Keywords:
- E-Mail-Bestätigung: Ihre Anzeigen schaltet Google erst, wenn Sie auf die zugesendete E-Mail antworten und Ihr Konto aktivieren.
- Tagesbudget: Mit dem täglichen Werbeetat kontrollieren Sie Ihre Ausgaben. Liegt Ihr Tagesbudget bei 2 €, zahlen Sie nie mehr als 60 € pro Monat.
- Spezifischere Keywords: Sie optimieren die Marketingergebnisse und reduzieren gleichzeitig Ihre Kosten, wenn Sie spezifischere Suchbegriffe wählen, z. B. „Fitnessernährung Erdbeergeschmack“ statt nur „Fitnessgetränk“. Mit spezifischen Keywords ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, durch einen Klick Neukunden zu gewinnen.
Abschließend erstellen Sie ein neues Google-Konto für AdWords. Geben Sie hierbei unbedingt eine korrekte E-Mail-Adresse an, ansonsten waren alle Eingaben umsonst, da Sie dann natürlich keine Aktivierungsmail erhalten. Haben Sie alle erforderlichen Daten eingetragen, klicken Sie anschließend auf AdWords-Konto erstellen. Erst dadurch richten Sie ein neues Konto ein. Nach der Bestätigung und einem Login in Ihr Konto geben Sie noch die Zahlungsmethode an. Wählen Sie Nachzahlung, so beginnt die Anzeigenschaltung unmittelbar nach der Übermittlung Ihrer Zahlungsinformationen. Nutzen Sie lieber Vorauszahlung, setzt die Anzeigenschaltung erst nach Eingang Ihrer ersten Zahlung ein.
Online-Nutzer von Google Maps finden die gesuchten Informationen in Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen, Firmenstandort, Kontaktinformationen und zusätzlich sogar noch ein Bild Ihrer Wahl auf einer Karte Ihrer Region.
Ist eine Anzeige erst mal fertig gestellt, finden die Online-Nutzer Ihre Produkt- bzw. Dienstleistungsangebote. Beim Klick auf Ihre Anzeige gelangt der Surfer auf Ihre Homepage und kann online einkaufen oder weitere Informationen über Ihr Unternehmen lesen. Je nach gewünschter Aktion werden diese Besucher leichter zu potenziellen Neukunden. Das Ziel ist erreicht, Sie werden gefunden!






